Mit zwölf Jahren war mir klar: Ich wollte Kinderärztin werden. Doch ein Medizinstudium war nicht möglich. In der DDR aufgewachsen, habe ich mich wohl nicht staatskonform genug verhalten, so dass mir mein Wunschberuf verwehrt blieb. Ich wurde statt dessen Diplom-Mathematikerin. Um ehrlich zu sein: Ich weiß kaum noch etwas von mathematischen Theoremen und Sätzen. Aber ich habe bei meinem Studium gelernt, logisch zu denken.

Das logische Denken spielte auch später eine Rolle, als ich mich beruflich anderen Dingen zuwandte: Ich wurde Fernseh-Journalistin. Zunächst arbeitete ich für ein Ratgebermagazin, später für die Fernseh-Abteilung einer weltweit führenden Nachrichtenagentur.

Zwischendurch wurde mein Sohn Jacob geboren, und mein Leben wandelte sich schlagartig. Wollte ich ursprünglich hauptsächlich Karriere machen, wurden nun andere Dinge für mich wichtig. Ich sah mich nach Bio-Produkten um und begann, viele Dinge, die für mich selbstverständlich waren, zu hinterfragen.

Und auch ich veränderte mich. Immer wieder kamen Menschen zu mir, die ihre Sorgen, aber auch ihre Freuden, mit mir besprachen. Ich hörte einfach nur zu, fühlte mit ihnen und fragte hin und wieder nach.

In einer schweren persönlichen Krise lernte ich meine spirituelle Lehrerin, Eva-Elisabeth Bouizedkane, kennen, die mich später im Geistigen Heilen ausbildete. Mittlerweile weiß ich, dass das mein Weg ist. Zu lange habe ich ausschließlich mit dem Kopf gearbeitet. Nun will ich auf das hören, was mein Bauch sagt: Ich will meiner Berufung folgen und meine Gabe nutzen, Menschen zu helfen und sie zu heilen.

Als Mitglied im Dachverband Geistiges Heilen (DGH) unterwerfe ich mich dessen Ehrenkodex.